Karla Luz-Ruhland , 1896 - 1921
Fundus einer Bauhausschülerin in Berlin
Karla Luz-Ruland war Schülerin im Bauhaus Weimar von 1920 /21, ihre Nationalität wurde mit Elsass angegeben.
Ihr Geburtsname war Ruland, den Namen Luz bekam sie durch Heirat.
Die rückseitig angebrachten Etiketten geben verschiedene Wohnadressen in Süddeutschland an, leider keine in Berlin. Wenig Informationen, aber vielleicht ergeben sich noch irgendwo Erkenntnissquellen, die auf erwähnten Etiketten angegebenen Verkaufspreise lassen jedenfalls auf damalige Hochachtung des Marktes in den 1950er/60er/70er Jahren schließen.
Im Bezug auf ihre Einbringung des Bauhaus -Klapptisches M10 von Erich Brendel als einzig wirklich authentischer Prototyp gibt es noch die Information, dass sie maßgeblich zur Entstehung der Schlemmer-Figurinen des Triadischen Balletts beigetragen haben soll.
Die Bilder sind, bis auf wenige, nicht in einem Zustand der darauf schließen lässt, dass sie von der Wand eines Sammlers genommen wurden. Die Rahmen sind teilweise sehr rudimentär auf Gehrung gesägt, die Fehlbereiche mit Mengen von Knochenleim gefüllt, alte Vergoldungen grob mit dem Farbton überwischt, der sich partiell im Bild wiederfinden lässt, in einem Bild wurden die Gesichter zweier Frauen wieder bis auf den Malgrund entfernt, es ist ein Schaffensprozess gewesen, aus dessen Kontext sie kommen, kein abgeschlossener Zustand wurde hier festgestellt.
Die meisten Bilder sind unsigniert, rückseitig aber mit Namen, Wohnort und Titel beschriftet, teilweise auch mit dem geforderten D-Mark Preis, davon sind wenige Galerie-gerahmt, schlicht und gut, aus den 60er Jahren. Signiert wurde auf den Rahmen- rückseiten, auch wieder mit Adressenvermerken. Einige Malgründe sind beidseitig bearbeitet, fast alles ungefirnisst und matt.
Der vorhandene Fundus umfasst Gemälde auf Malkarton und Arbeiten auf Papier.